Kurz erklärt: Pedaxol kombiniert Disodium EDTA, Thymol, Terminalia Chebula, Agastache rugosa und Menthol in einer äußerlich anzuwendenden Formulierung. Für die wissenschaftliche Bewertung ist wichtig, zwischen Eigenschaften einzelner Stoffe im Labor und einem klinischen Wirksamkeitsnachweis des fertigen Produkts am erkrankten Nagel zu unterscheiden.
Disodium EDTA
EDTA ist ein Komplexbildner und kann bestimmte Metallionen binden. Im Pedaxol-Konzept wird diese Eigenschaft mit extrazellulären Matrixstrukturen beziehungsweise dem „Mykopanzer“ verknüpft. Daraus allein folgt kein klinischer Nachweis einer Wirkung gegen Onychomykose.
Thymol
Thymol kommt natürlicherweise unter anderem in Thymian vor. Antimikrobielle und antimykotische Eigenschaften wurden in Laborarbeiten untersucht. Konzentration, Trägersystem und tatsächliche Verfügbarkeit im Nagel entscheiden jedoch mit darüber, ob sich solche Befunde auf eine reale Anwendung übertragen lassen.
Terminalia Chebula
Terminalia chebula ist eine traditionell genutzte Pflanze. Verschiedene Extrakte wurden in vitro gegenüber Mikroorganismen, darunter Dermatophyten, untersucht. Das ist keine klinische Pedaxol-Studie.
Agastache rugosa
Zur koreanischen Minze und ihren Inhaltsstoffen gibt es präklinische Forschung. Für eine konkrete Aussage zur Behandlung von Nagelpilz müsste das fertige Produkt selbst klinisch untersucht werden.
Menthol
Menthol vermittelt typischerweise ein kühlendes, frisches Empfinden. Diese Pflege- und Sensorikfunktion ist von der Wirkung zugelassener antimykotischer Arzneimittel zu unterscheiden.
Warum die Nagelplatte entscheidend ist
Ein Stoff, der Mikroorganismen im Reagenzglas hemmt, muss bei Nagelpilz zusätzlich die besondere Barriere der Nagelplatte berücksichtigen. Konzentration, Trägersystem, Kontaktzeit und Penetration spielen eine große Rolle. Deshalb lassen sich In-vitro-Ergebnisse nicht 1:1 auf ein Nagelserum übertragen.